Exkurs Neuroforschung: Wer kauft – warum?

by Rebekka on 17. Mai 2011

Unter dieser Frage stand in der letzten Woche ein interessanter Vortrag aus dem Bereich Neuro- forschung in unserer GREY Schule. Die Referenten waren Prof. Dr. David Scheffer, Peter Massine und Johanna Pulkenat vom Institut – 180°. Sie stellten uns das weltweit einzigartige Neuro IPS  – Verfahren (Implicit Personality System) vor und zeigten auf, wie wir mit dessen Hilfe Zielgruppen besser verstehen und so unsere Markenführung gezielter nach ihnen ausrichten können.

10.000.000 Bits pro Sekunde

So lernten wir z.B. dass man unbewusst ca. 10 Millionen Bits pro Sekunde aufnimmt, davon bewusst allerdings nur ca. 40 Bits. 95% unserer Entscheidungen fallen damit unbewusst. Genau dort greift das Neuro IPS- Verfahren ein, denn mit speziell auf den Kunden abgestimmten Befragungen innerhalb der Zielgruppe findet es deren impliziten Persönlichkeitssysteme heraus.

Persönlichkeitsdimensionen

Diese Persönlichkeitsprofile setzen sich aus den folgenden, sich gegenüberliegenden, Dimensionen zusammen:
Extraversion – Introversion (Wie man seine psychische Energie aufnimmt),
Sensing         – Intuition (Wie man die Wirklichkeit wahrnimmt),
Thinking        – Feeling (Wie man über das Wahrgenommene entscheidet) und
Judging         – Perceiving (Welchen Lebensstil bevorzugt man).

Erkenntnisse

Vor dem Hintergrund, dass die verschiedenen Persönlichkeitstypen visuelle Informationen unterschiedlich wahrnehmen und gewisse Elemente präferieren, kann man dann die Kommunikation danach ausrichten und seine Informationen auf diese Weise effektiver verbreiten. Je mehr sich der überwiegende Persönlichkeitstyp der Zielgruppe mit dem des eigenen Produktes und dessen Kommunikation überschneidet, umso geringer also auch die Streuverluste.

Besonders interessant war zu hören, dass man bestimmte Persönlichkeitsdimensionen auch gewissen Nationen zuordnen kann. Während man in der Deutschen Bevölkerung zum Beispiel einen 50/50 Anteil von Sensing- und Intuition vorfindet, sind Amerikaner eher sensing und Südländer eher intuitiv. Ihre Erkenntnisse brachten uns die drei Präsentierenden  anhand von Beispielen, wie die Pferdeshow Apassionata, näher. Auch unterstützende Briefingtools, in Sachen Gestaltung  und Typografie, für die einzelnen Persönlichkeitstypen wurden gezeigt.

Typendiskussion

Das waren zwei Stunden Input! Allerdings gingen diese durch das rege Interesse aus unseren Reihen und den dadurch entstandenen Gesprächen auch schnell um. Hierbei war vor allem der Persönlichkeitstest, den wir im Vorhinein vom Institut – 180° zur Verfügung gestellt bekommen hatten, ein Thema. Nicht jeder war mit seinem Ergebnis zufrieden. ;-)  Eine aufregende und interessante “Schulstunde“!

2 comments
Rebekka
Rebekka

Hallo Jochen,

danke für dein Feedback und deine Hinweise.

Viele Grüße, Rebekka

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