Arme iPad-User gehen durchs Social Web

by Johannes on 29. September 2010

http://www.basicthinking.de/blog/2010/09/28/nielsen-studie-ipad-user-sind-dumme-arme-beinflussbare-menschen-ueberspitzt-gesagt/

Gestern erschien im bekannten und reichweitenstarken Basic Thinking Blog der Post Nielsen-Studie: iPad-User sind dumme, arme, beinflussbare Menschen – überspitzt gesagt. Wie der Titel schon andeutet, hat das international renommierte Marktforschungsinstitut 5.000 Konsumenten befragt, um herauszufinden, wer sich eigentlich das iPad oder einen Kindle zulegt. Von den befragten Personen besaßen 400 ein iPad. Die übrigen waren im Besitz eines Smartphones,  Tablets, E-Readers, Netbooks oder eines Media Players.

iPad User sind zu 65% männlich und in der Regel unter 35 Jahren alt. “Allerdings sind Besitzer des Apple-Tablets im Vergleich zu ihren Kindle-nutzenden Pendants zum einen ärmer und zum anderen weniger gebildet.” User des von Amazon vertriebenen Kindle “verdienen nämlich mehr als 80.000 US-Dollar pro Jahr”. Knapp 1/3 der Kindle`ianer können “entweder einen Master-Abschluss oder einen Doktortitel” vorweisen. Nahezu 50% der iPad-User “haben Spaß an interaktiver Werbung”, während es bei den Kindle-Nutzern lediglich knapp 1/3 sind. Tja und wer ist jetzt von beiden Nutzergruppen empfänglicher für Werbung? Genau, die iPad-User.

Marek Hoffmann, Autor des Posts, fragt sich schließlich zu Recht, ob hier nicht sozusagen Äpfel mit Birnen verglichen werden. Was ist Eure Meinung dazu: Kann man überhaupt aufgrund der Unterschiedlichkeit von iPad und Kindle diese und ihre Nutzer überhaupt glaubwürdig vergleichen?

Dass die Studie die Menschen interessiert, ist klar. Aber auch einen Tag nach Veröffentlichung des Posts durch Basic Thinking wird er im Social Web intensiv weiterverbreitet, wie man beispielsweise bei Twazzup hervorragend sehen kann.

Zu diesem Tool schrieb Klaus Eck im PR-Blogger letztes Jahr: “Die klassische Twitter-Suche ist wirklich gut, doch inzwischen gibt es mit Twazzup eine spannende Real Time Twitter Search Engine, die es erlaubt, aktuelle Trends, Influencer und populäre Inhalte auf Twitter noch leichter ausfindig zu machen.”

Mit einem anderen Twitter-Tool, nämlich Backtweets, kann man überprüfen, wie oft der Original-Link des Posts auf Twitter ge-retweetet (Retweet, kurz RT) wurde. Das heißt, wie oft wurde er von Twitter-Nutzern an andere weitergeleitet und dabei verlinkt. Alleine Backtweets weist 95 Retweets auf.

Und es werden bestimmt noch mehr sein. Schon alleine aus dem Grund, daß inzwischen viele Nutzer ihre Twitter-Accounts mit ihrem Facebook- oder Linkedin-Profil verknüpft haben, wo der Post dann ebenfalls erscheint und zu Diskussion gestellt wird.

Es ist schon spannend mitanzusehen, wenn man nur mal kurz einen Blick darauf wirft, welche “Kreise” bzw. welche Reichweite ein Blogpost heutzutage erzielen kann. Welche Posts fallen Euch den spontan ein, von denen Ihr wißt, daß sie zu einem auf Neudeutsch bezeichneten “Buzz” geführt haben? Wir freuen uns auf Eure Meinungen und Anmerkungen.

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