Behavioural Targeting – Personalisierte Werbung perfekt platziert

by Pierpaolo on 5. Juli 2011

Fast jedem User, der sich oft in sog. Social Networks wie z.B. Facebook aufhält, dürfte es schon das ein oder andere Mal passiert sein, dass die kleinen Werbeanzeigen am Rand verblüffend genau auf die persönlichen Interessen zutreffen. Wie jeder inzwischen weiß, ist dies kein Zufall sondern genaues Studieren des individuellen Sufverhaltens des Users.

 (Bildquelle: SantaRosa OLD SKOOL)

Surf-Profile

Mit sog. „Cookies“, die sich in jedem Browser befinden, kann das Verhalten im Netz aufgezeichnet und an andere Firmen weitergeleitet und verkauft werden. Aus diesem Grund ist es möglich, die Werbeanzeigen auf Internetseiten und in Social Networks so zu platzieren, dass sie den Betrachter auf seine individuellen Interessen, Ansichten, Hobbies und möglicherweise sogar auf politische und religiöse Ansichten ansprechen. Auch das „Retargeting“ ist eine Strategie, bei der Cookies Informationen speichern. Besucht man also z.B. einen Onlineshop und klickt verschiedene Artikel an, ohne sie jedoch zu kaufen, erscheinen sie in Form von Werbeanzeigen auf anderen Internetseiten erneut. Ziel ist hier die Erhöhung der Klickquote und natürlich der Bestellrate des jeweiligen Onlineshops.In der Regel kommt es oft vor, dass der User sich von massenhafter, unnützer Werbung überhäuft fühlt. Doch liegt das an dem Fakt, dass es sich um Werbung handelt oder daran, dass ihn diese spezielle Anzeige nicht im entferntesten interessiert?

Persönliche Reaktion

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass sich mein Meinung zu personalisierter Werbung im Netz immer mehr verbessert hat. Denn sobald die Werbung so professionell platziert ist, dass sie den User anspricht anstatt zu nerven, ist sie durchaus eine Bereicherung beim Surfen. Wo sich der Wendepunkt von öde zu interessant befindet, muss jeder für selbst entscheiden.

Datenschutz

Oft kommt es zu dem Punkt, an dem sich die Menschen in ihrer Privatsphäre verletzt fühlen. In diesem Falle kommen sie auf die Missachtung des Datenschutzes zu sprechen. Doch wie hilft man sich nun in dieser Lage? Mit Hilfe der Internetadresse www.networkadvertising.org/managing/opt_out.asp (oder auf den Screenshot oben klicken) kann man leicht herausfinden, welche Cookies sich momentan im Browser befinden und, wenn man es für nötig hält, gleich löschen.

Außerdem bietet das Browser-Add-on „Ghostery“ die Möglichkeit, einen Überblick über alle Firmen zu liefern, die den User in diesem Moment tracken und liefert sogar Informationen über diese und deren Privacy Policies. Da es sich hier um ein praktisches Add-on handelt, muss man nicht erst eine Internetseite besuchen, sondern kann die Scripts und iframes sofort blocken.

Wie haltet Ihr es denn mit der personalisierten Werbung? Ich bin gespannt auf Euer Feedback.

2 comments
Daniel Wilms
Daniel Wilms

Sehr geehrter Pierpaolo,
Ihr Text enthält einige wichtige Informationen, die denke ich nicht zum Allgemeinwissen der Menschen zugezählt werden können. Daher halte ich es für wichtig dass auch Laien von dieser Werbestrategie unterichtet werden und die kleinen Anzeigen somit auch verstehen können. Datenschutz sollte bei diesem Thema auch nicht zu knapp behandelt werden. Angenommen jeder wüsste von der "Spionage" der Shopping-Seiten. Dies würde in Deutschland eine Menge entrüstung mit sich bringen.
Vielen Dank für diesen Aufschlussreichen Artikel.

Pierpaolo
Pierpaolo

Hallo Daniel,
vielen Dank für Deinen Beitrag!
Schön, dass du auch dieser Ansicht bist.

LG Pierpaolo

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