Mobile Web in den USA: Browser statt Apps

by Johannes on 9. November 2010

So könnte auf den ersten Blick das Fazit in Bezug auf die neueste Studie von Adobe zum Umgang mit mobilem Internet in den USA. Die meisten der 1.200 Befragten bestätigten (66%), daß sie beim Surfen und Aufrufen von Inhalten das mobile Web statt Applikationen nutzen. Letztere kommen dann zum Einsatz, wenn die Nutzer sich mit Social Media, Musik, Spielen, Landkarten oder Stadtplänen befassen.

Männer zwischen 30 und 49 Jahren sind die aktivsten Nutzer von mobilen Inhalten und kaufen mehr via Handy als Frauen. 31 Prozent der Männer haben in den letzten zwölf Monaten für 499 US-Doller oder mehr über ihr Handy eingekauft im Gegensatz zu nur 23 Prozent der Frauen. Männer verbringen auch mehr Zeit mit Inhalten zu Finanz- und Reisethemen als Frauen. Frauen dagegen nutzen mit 80 Prozent häufiger Social Media Anwendungen als Männer (70 Prozent).

Wie internetworld weiter berichtet, spielt das Thema Mobile Commerce eine noch untergeordnete Rolle: “Zwar gaben 43 Prozent der Befragten an, in den letzten sechs Monaten über ihr Smartphone Filme, Bücher und Spiele eingekauft zu haben. Die zweitgrößte Gruppe, nämlich 38 Prozent, hatte ihr Handy hingegen im gleichen Zeitraum überhaupt nicht für Einkäufe benutzt. In diesem Bereich sind die Männer aktiver: In den vergangenen zwölf Monaten hatten 31 Prozent von ihnen 499 US-Dollar oder mehr für Mobile Shopping ausgegeben, bei den Frauen waren es nur 23 Prozent.”

Gerade im Hinblick auf Mobile Commerce stehen diese Erkenntnisse im absoluten Gegensatz zu den Ergebnissen der für Deutschland durchgeführten “Mobile Commerce Insights 2010″ von phaydon, Interrogare und denkwerk aus dem September diesen Jahres, wie internetworld zurecht feststellt. Hierzulande hat bereits jeder 2. sein Smartphone schon für den mobilen Einkauf genutzt.

Was meint Ihr, wie sich diese Unterschiede erklären lassen?

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