Fazit: 3. Horizont Jahreskongress Werbung 2011

by Johannes on 11. November 2011

Der 3. HORIZONT Jahreskongress Werbung ist vorbei. Nach dem ersten Tag und vielen Praxisbeispielen wurde gestern etwas mehr diskutiert. Über Werbung. Über Pitches. Über Preise und ihre Bedeutung. Wer noch nicht auf Veranstaltungen dieser Art war, sollte zumindest einmal dort gewesen sein, bevor er sein Urteil darüber fällt. Es ist also Zeit für ein Fazit. Um es vorweg zu nehmen: Mein Fazit fällt positiv aus.

Werbestrategien und goldige Sturköpfe

Der Jahreskongress bestach vom Papier her durch seine Teilnehmer. Ausnahmslos Entscheider aus Marketing und Werbung, die offenbar ein Faible für dunkle Anzüge und weiße Hemden haben ;) Aber an Äußerlichkeiten soll man niemanden messen sondern an seinen Taten. Und wie ich im vorherigen Blogpost zeigte, gab es gerade am ersten Tag einige spannende Vorträge zum Thema Markenführung.

Der zweite Tag, nun ja, begann spannend, hing dann ein wenig durch und erlebte am Nachmittag noch einmal ein Highlight. Spannend, weil unser CEO Christian Hupertz einen wirklich guten Vortrag zur neuen Werbestrategie – Fokus auf TV – von Schlecker hielt, der wirklich gut war. Einerseits prägnant in der Argumentation und andererseits sehr engagiert vorgetragen.

Der goldige Sturkopf

Erheiternd und mit einer ordentlichen Portion Ironie gepaart war der Vortrag von Spießer Alfons, der im wahren Leben Harald Dzubilla heißt. Er führte nichts geringeres im Schilde als die Verleihung eines Preises an den in der deutschen Werbebranche bekannten Art Directors Club für Deutschland (ADC), der jährlich seine “Nägel” für herausragende Werbung vergibt. Diesmal sollte der ADC geehrt werden. Spießer Alfons wäre nicht er selbst, hätte er seinem zu verleihenden Preis nicht auch den passenden Namen gegeben hätte, nämlich den “Goldigen-Sturkopf für den Vorstand des ADC” in Form eines kleinen Geweihs. Und dieser, vertreten durch Jochen Rädeker nahm ihn im Anschluss auch an… er hatte ja schließlich keine Wahl.

Im Anschluss kam der Durchhänger, während dem ich mich mit anderen Teilnehmern bei einem Kaffee über den Kongress unterhielt. Das kam im Laufe des Nachmittags wie auch am ersten Tag immer wieder einmal vor. Man nennt es ja Networking. Letztlich war es für mich klasse, mich mit dem einen oder anderen über die Vorträge auszutauschen. Zudem nutzte ich die Gunst der Stunde auch, um Bilder vom Kongress auf unsere, seit Montagnacht existierende, Google+ Unternehmensseite einstellte.

Perfekte Verknappung

Am Nachmittag stellte dann Michael Kutschinski, Geschäftsführer OgilvyOne, mit Luis Vuitton eine interessante digitale Kreation vor, während der darauf verwies, dass Begriffe wie Above the Line usw. nicht mehr zeitgemäß seien, weil Offline und Online miteinander verschmelzen. Dabei zeigte er auch den Redaktionsplan, der die verschiedenen Schritte der Kampagne (TV, Print, Online, Social Media usw.) und die dafür genutzten Medien vorstellte, auf welchen sie ausgespielt wurde und natürlich zu welcher Zeit. Nicht uninteressant, zumal Kutschinski prima vortrug. Ein Bonmot (sinngemäß): Luis Vuitton hatte im Rahmen der Kampagne temporär in seinem “Flagship-Store” die Öffnungszeiten eingeschränkt. Kommunizierter Grund: Die Fertigung der bekannten Taschen komme nicht mehr mit hinterher. Was passierte? Die Menschen drängten in den Laden, als ob es kein morgen gäbe und kauften alles leer. Ein super Geschäft für die Luxusmarke, deren Taschen im übrigen wohl handgefertigt sind, was ich bis dato nicht wußte. Aber gut, ich gehöre jetzt auch nicht unbedingt zum Kreis der Kunden oder Interessierten ;)

Mensch, Star, Marke

Der späte Nachmittag hielt schließlich noch eine Überraschung für mich parat. Parallel zum 3. Horizont Jahreskongress fanden die 17. Deutschen Sponsoringtage statt. Und niemand geringeres als Oliver “Der Titan” Kahn war angereist, um gemeinsam mit seinem Manager über die Marke Oliver Kahn sowie seine Aktivitäten zu sprechen. Klar bin ich vorher mal zum “King Kahn” hingegangen und habe höflich angeklopft und ihn um ein Interview fürs GREY Blog gebeten. Dies lehnte er freundlich aber bestimmt ab. Überhaupt war ich, der diesen Menschen nur über die Medien kennt, beeindruckt von der Gewandtheit und Gelassenheit, mit welcher er das Gespräch auf der Bühne führte. Ein Mensch, der noch viel vor hat und der, wie mir wieder einmal berußt wurde, im Profi-Fussball so ziemlich alles erreicht hat, was man erreichen kann. Ein Mensch, ein Star und heutzutage eine Marke.

Übrigens: Das angekündigte Interview mit dem Keynote-Speaker kommt nächste Woche. Ihr dürft gespannt sein ;)

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  2. [...] Touchpoints werden all jene Kontaktpunkte bezeichnet, die den Konsumenten mit einer Marke in Verbindung [...]

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