re:publica 2011 – Tag 1

by Johannes on 13. April 2011

iPad-Interview von Michael Praetorius mit Ulrike Langer

Wenn man in Berlin grün sieht, dann auf jeden Fall im Gat Point Charly, einem wunderbaren Design-Hotel in der Mitte Berlins. Von da aus sind es zwei bis drei U-Bahn-Stationen bis zum gegenwärtigen Lebensmittelpunkt vieler Menschen mit einem starken Hang zum Internet, nämlich der re:publica 2011.

Im Friedrichsstadtpalast trifft sich noch bis Freitag die sogenannte Netzgemeinde und diskutiert über die digitale Gesellschaft, Trends im Internet, Medienkompetenz, den Zustand der deutschen Blogszene usw. Es ist ein einziges Gewusel, ein Strom oder auch Schwarm von Menschen, die sich untereinander austauschen, von Session zu Session schlendern und Vorträgen zuhören.

Beispielsweise befasst sich Jürgen Ertelt heute mit dem Begriff der Medienkompetenz und ihrer Auf- und Verarbeitung in verschiedenen Online-Angeboten durch öffentliche und private Initiativen. Nach wie vor gibt es bei diesem Thema Nachhol- und Aufklärungsbedarf, insbesondere bei der Vermittlung eines bewußten Umgangs mit dem Internet.

Oder aber man versucht sich der deutschen Blogszene und ihrem Zustand anzunähern. Dieser Aufgabe widmete sich Stine Eckert von der University of Maryland. Sie versuchte dies anhand einer Befragung von 20 Bloggern aus dem Bereich Politik. Insbesondere stellte sie die Motivation und auch die von den Befragten benannten Problemfelder heraus.

Interessant war auch zu sehen, wie beispielsweise bei ZEIT Online die Visualisierung für den journalistischen Alltag eine immer wichtigere Rolle einnimmt. Anhand einer kürzlich online gestellten Grafik zur Einwohnerzahl rund um Kernkraftwerke in Deutschland erklärte Gregor Aisch, was unter visuellem Datenjournalismus zu verstehen ist.

Quelle: Präsentation von Stine Eckert auf der re:publica 2011

Den Abschluss des ersten Tages bildet neben der Powerpoint-Karaok wie auch im letzten Jahr Sascha Lobo mit seinen neuesten Erkenntnissen aus der Trollforschung. Im Anschluss daran wird weiter genetzwerkelt auf diversen Abendveranstaltungen im kleineren Kreis. Wie auch letztes Jahr schon ist die Stimmung geprägt von einer der Veranstaltung eigenen Offenheit und Neugierde, die ihresgleichen sucht. Man darf gespannt sein, was die nächsten beiden Tage bereithalten!

 

0 comments

Trackbacks

  1. [...] addthis_options = "tweet,facebook"Nach einem interessanten ersten Tag war gestern Halbzeit auf der re:publica 2011 in Berlin. Zeit fürs Lesen. Genauer gesagt: Zeit für [...]

Previous post:

Next post: