TNS Emnid-Umfrage: Jung und Alt offen für Enterprise 2.0

by Johannes on 24. Februar 2011

Enterprise 2.0? “Naja, bestimmt ne Unternehmung voller Nerds”, könnte man meinen. Dem ist mitnichten so. Wikipedia klärt uns auf: “Enterprise 2.0 bezeichnet den Einsatz von Sozialer Software zur Projektkoordination, zum Wissensmanagement und zur Innen- und Außenkommunikation in Unternehmen. Diese Werkzeuge fördern den freien Wissensaustausch unter den Mitarbeitern, sie erfordern ihn aber auch, um sinnvoll zu funktionieren. Der Begriff umfasst daher nicht nur die Tools selbst, sondern auch eine Tendenz der Unternehmenskultur – weg von der hierarchischen, zentralen Steuerung und hin zur autonomen Selbststeuerung von Teams, die von Managern eher moderiert als geführt werden.”

Wie komme ich auf das Thema? Ganz einfach: Gestern erwähnte Jan Tißler in den Link-Tipps von T3N eine Umfrage. Sie wurde durchgeführt von TNS Emnid im Auftrag der Firma Computacenter. Im Zeitraum 12.10. bis 05.11.2010 wurden 1.000 Mitarbeiter und Führungskräfte aus den Bereichen Vertrieb, Marketing, Verwaltung, HR oder F&E telefonisch befragt.

Im Mittelpunkt stand die Frage: Existiert eine digitale Kluft zwischen jungen und älteren Mitarbeitern in Unternehmen? Die Antwort lautet kurz und knapp: Nein.

In der Altersgruppe 50+ sind es 62% der befragten Mitarbeiter, die die Fähigkeit, im Berufsalltag mit modernen Kommunikationsformen umgehen zu können, für sehr wichtig erachten. Die jungen Kollegen bis 29 Jahre stehen ihnen mit 60% dabei in nichts nach.

Aber: Fragt man generationenübergreifend nach den Möglichkeiten des Mobilen Arbeitens, kommt die Skepsis zum Vorschein: “So aufgeschlossen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insgesamt sind, so skeptisch sind sie modernen Kommunikationsangeboten gegenüber, wenn sie diese noch nicht nutzen – das gilt für alle Generationen, auch für die unter Dreißigjährigen. ”

Schließlich kommt Computacenter zu folgendem Schluss: “… Die Vision einer mobilen Arbeitswelt, in der virtuelle Kommunikation räumliche Entfernungen aufhebt, birgt zweifellos ein immenses Potenzial – im Hinblick auf Einzelunternehmen ebenso wie für die gesamte Volkswirtschaft. … Der Mensch steht im Zentrum der gegenwärtigen Transformation unserer Lebens- und Arbeitswelt. Seine Bedürfnisse und sein Kenntnisstand müssen folglich Anknüpfungspunkt für jede Veränderungsstrategie sein.” Dem ist nichts hinzuzufügen.

P.S.: Das Bild zu Anfang des Posts habe ich über die erweiterte Google Bilder Suche gefunden.

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