Die Welt wird weiblich und nun?

by Team Female on 12. August 2011

Inzwischen ist ja allseits bekannt, dass Frauen die Entscheider sind, wenn es um Einkäufe aller Art geht – von Lebensmitteln über den Urlaub bis hin zu Autos. Was aber scheinbar noch nicht angekommen ist, ist die Tatsache, dass Kommunikation die intelligent feminine Prinzipien bedient, gleichermaßen bei Frauen UND Männern ankommt.

Was kann eine Marke tun, um ihre Anziehungskraft zu erhöhen und Verbindung mit ihrer femininen Seite aufzunehmen?

Liebe zum Detail

Wir Frauen lieben nette, kleine Details, das ist kein Geheimnis. Allerdings wissen auch Männer diese Kleinigkeiten sehr zu schätzen – auch wenn sie es nur ungern zugeben. Liebe zum Detail macht einen feinen Unterschied – für Frauen UND Männer.

Ein Meister der Detailverliebtheit ist die Smoothie-Marke „innocent“. Besonders beeindruckend ist ein Projekt, das innocent bereits seit 2003 jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit durchführt: The Big Knit

(Bildnachweis: flickr, ninasaurusrex)

Bei diesem Charity-Projekt wird ganz Großbritannien aufgerufen, Wollmützchen für innocent Smoothies zu stricken. Die Smoothies mit Mütze werden im Handel verkauft (siehe Bild) und ein Teil des Erlöses wird an Age UK gespendet – ein Verein, der sich um verarmte alte Menschen in Großbritannien kümmert. Auch wenn man mit den kleinen Mützen eigentlich nichts anfangen kann sind sie doch einfach unwiderstehlich, oder?

Purpose

Hier geht es für eine Marke darum, mehr als nur einen klassischen Produkt-Benefit zu bieten. Marken oder Unternehmen, die für eine Sache einstehen oder sich einer Mission verschrieben haben, haben es leichter das Herz im Sturm zu erobern. Es lohnt sich also zu fragen: woran glauben wir und was möchten wir mit unseren Marke oder unserem Produkt – jenseits funktionaler Benefits – vermitteln?

Alessandro Panella hat hier auf dem GREY Blog kürzlich einen Beitrag über die Firma Zappos gepostet – Zappos ist ein gutes Beispiel für ein erfolgreiches Unternehmen, dass seine gesamte Kultur auf der Mission „Delivering Happiness“ aufgebaut hat und aus tiefstem Herzen daran glaubt.

Geschichten erzählen

Geschichten sind von Menschen erfundene Werkzeuge, um Dinge besser verständlich zu machen und besonders Frauen sind Meister darin, Informationen in charmante Geschichten zu verpacken. Eine Geschichte macht die Markenbotschaft so viel interessanter und menschlicher. Eine etwas ältere Kampagne unserer Kollegen in New York ist für mich immer wieder ein schönes Beispiel für eine Geschichte, die riesigen Spaß macht: Flip to Mexico

Involvieren

Lasst eure Kunden auch mal Teil haben, gebt ihnen die Chance, mitzureden und sich damit als Teil eurer Marke zu fühlen. Das kann der Blick hinter die Kulissen sein, der Vertrauen und Verbindung schafft oder die Möglichkeit ein Produkt mit zu gestalten und damit einen enormen emotionalen Anreiz zu schaffen.

Starbucks z.B. gibt auf der Seite “mystarbucksidea.com” Leuten die Möglichkeit, ihre Ideen mitzuteilen und über Vorschläge abzustimmen. Auch in Cannes gab es dieses Jahr ein paar schöne Beispiele für sehr involvierende Kampagnen, z.B. die Wall of Fame von Edding oder die Kampagne Decode Jay-Z für Bing.

Herz einhauchen

Die Marken, die uns am meisten ansprechen, sind doch die, die in irgendeiner Weise unser Herz berühren. Schafft man es, die Seele eines Produktes spürbar zu machen – auch in der Kommunikation – ist die Liebe der Konsumenten sicher.

Was macht den Mini Cooper so besonders? Nicht der 1,6-Liter-Reihenvierzylinder-Motor oder die Airbags mit Seitenaufprallschutz. Den Charme des Wagens macht aus, dass er Menschen als liebenswertes Gesicht in Erinnerung bleibt. Ein kleines Wesen aus glänzendem Stahl. Man möchte am liebsten in eines seiner schimmernden Bäckchen kneifen und mit ihm davonbrausen.

Die Mini-Kampagne „Is it love?“ (die zu meinem Bedauern nicht mehr läuft…) brachte dieses ganz besondere Mini-Gefühl sehr schön zum Ausdruck.

Meinen alten Mini, den ich vor ein paar Jahren wegen Familienzuwachs hergeben musste, vermisse ich heute noch schmerzlich und an manchen Tagen wäre ich fast bereit, meine beiden Söhne gegen ihn einzutauschen.

Astrid

0 comments

Trackbacks

  1. [...] Uganda, die den wichtigsten Inhaltsstoff für dieses Parfüm liefert. Es ist die Geschichte einer Frau, die es mit der Hilfe der Hilfsorganisation Care geschafft hat ihr eigenes kleines Unternehmen [...]

  2. [...] dort war, tatsächlich nur Kylie, Britney, Lady Gaga und Co. aus den Boxen,- nur Frauenstimmen, um Frauen anzulocken und ja, ich wurde auch angelockt, obwohl ich definitiv eine andere Art von Musik [...]

Previous post:

Next post: