Neugeschäft: Akquise über Facebook?

by Christoph on 10. April 2013

Nordsee_Deutschland_FB

Wow – da haben wir ja was angestellt. Also Helm auf, Augen zu und durch.

Vorab möchte ich mich bei allen für die spannende Diskussion, die zahlreichen Nachrichten, Angebote (eine Agentur möchte uns eine Kampagne schenken) und Anrufe (von aktuellen ebenso wie von ehemaligen Kunden) bedanken. Ein Dank auch an die vielen Kollegen, die uns mit der „Female-Version“ der Kampagne versorgt haben. Mit einer solchen Reaktion hätte ich dann doch nicht gerechnet.

Neben den Kommentaren zur Rechtschreibung und Posts der Empörung fand ich vor allem die konstruktiven Gedanken zum Thema Neugeschäft interessant. Ja, über die Art und Weise lässt sich immer streiten. Wie frech und direkt dürfen Unternehmen in der B2B- und Akquise-Kommunikation sein?

Wären ein Mailing oder Anruf jemals bei den Verantwortlichen angekommen und vor allem hängen geblieben?

Persönlich war mir durchaus bewusst, dass der Post die kritische Diskussion fördert. Und prinzipiell ist das auch gut so.

Auf einer New-Business-Veranstaltung hat der Marketingleiter eines Fleischwaren-Konzerns einmal gesagt:

„Ich bekomme pro Woche zwischen 5 und 8 Mailings, Anrufe, Briefe und Ideenpapiere von den unterschiedlichsten Agenturen. Wer behält da den Überblick bzw. kann sich die Zeit nehmen, jeden dieser Anbahnungsversuche zu beantworten und beurteilen?

Nur wenige schaffen es dann doch in die Postmappe für’s Wochenende. Gründe dafür sind Kreativität, echte und aktuelle Marken-Needs in bestimmten Kommunikationsbereichen oder andere Besonderheiten, die den einen Kaltakquiseversuch von anderen abhebt.“

Differenzierung und Aufmerksamkeit scheinen also Schlüsselwerkzeuge zu sein. Warum also an dieser Stelle nicht einmal etwas Neues, Offensives probieren und Dinge bewusst anders machen? Warum nicht auch einmal ungewöhnliche Kanäle in Betracht ziehen?

An dieser Stelle möchte ich jeden von Euch, vor allem aber die Kritiker dazu einladen, konstruktiv über das Thema (Agentur-) Neugeschäft zu diskutieren.

Über Erfahrungen, die Form (-fehler), No-Gos, Ansätze oder oder oder. Per Kommentar, persönlich bei einer entspannten Tasse Kaffee, telefonisch oder auch gerne per Email.

Das ändert nichts an der Meinung zur Kampagne. Auch das Gesprächsangebot besteht weiterhin.

Übrigens: Nordsee scheint in den letzten Wochen zur Pappenschlacht aufgerufen zu haben. Das wussten wir nicht.

Morgen sollen bereits die Ergebnisse in einer PK vorgestellt werden. Vielleicht ein Grund, warum man dieser ganzen Diskussion hier entspannt gegenüber steht. Auf inhaltlicher Ebene bleibt es also weiter spannend.

Herzlichst,

Christoph Pietsch

3 comments
florianPicture
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@Grey_Ger klar darf man. Ist zwar nicht der konventionelle weg aber geht. Der POS ist ja auch nicht mehr der Supermarkt

Trackbacks

  1. [...] fängt mit der richtigen Anbahnung beim „potentiellen“ Kunden an. Oftmals muss man auch den unkonventionellen Weg gehen, um die gewünschte Aufmerksamkeit zu bekommen. Denn die Marketingleiter hören täglich, [...]

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