Schon mal von der “Generation G” gehört?

by Alessandro on 20. April 2011

In einem meiner letzen Posts hatte ich darüber berichtet, dass Marken sich nützlich machen sollten und dass es viele Wege gibt, dies zu tun. Neulich habe ich bei  www.trendwatching.com eine sehr interessante Zusammenfassung von 11 Mega-Trends gelesen. Einer von diesen Trends heißt “Random Act of Kindness” (RAK). Damit sind Aktionen gemeint, bei welchen sich eine Marke ganz spontan entscheidet, jemandem etwas Gutes zu tun, einfach so und ohne das in irgendeiner Form eine Gegenleistung erwartet wird.

Es gibt viele Beispiele zu solchen Aktionen aber durch die Explosion von sozialen Kommunikationskanälen haben Marken jetzt noch viel mehr Möglichkeiten, sich einen Platz im Herz der Generation G (G steht dabei für Generosity) zu sichern.

Ich will euch auf zwei Beispiele hinweisen, die auf sehr einfache aber beeindruckende Art und Weise zeigen, wie eine Marke sein Goodwill-Kapital durch solche RAK steigern kann.

Interflora startete im Oktober 2010 eine Social Media-Kampagne in England mit dem Ziel, den Tag von Twitter-Nutzern, die ein bisschen Aufmunterung gebrauchen konnten, zu verschönern,  in dem sie ihnen einfach einen Blumenstrauß schenken. Interflora hat zurzeit in England auf Twitter über 7.000 Follower

 

KLM entschied sich für eine auf Foursquare basierende  “How Happiness Spreads”-Kampagne, in welcher ein Überraschungsteam Tweets von Passagieren verfolgt und sie dann mit einer netten und personalisierten Geste am Flughafen empfängt. Zum Beispiel hatte das Team einen Tweet eines Fans vom Fussballverein PSV Eindoven gelesen, der nach New York flog und geschrieben hatte, dass er ein wichtiges Spiel verpassen würde. Da das Team wusste, dass der Passagier über Foursquare sich am Flughafen eingecheckt hatte, schenkten sie ihm vor dem Abflug einen Lonely Planet Reiseführer von New York, in welchem alle Bars in blau verzeichnet sind, die internationale Fußballspiele übertragen.

Das sind wie gesagt nur zwei kleine, dafür aber sehr charmante Beispiele, die wunderbar aufzeigen, wie Marken und Unternehmen die Kraft von Social Media nutzen können. Wenn es darum geht, Menschen langfristig für eine Marke zu interessieren, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass sich der Herr auf dem Bild noch lange an die Aktion von KLM erinnern wird. Sollte er einmal die Wahl zwischen mehreren Airlines haben, wird er vermutlich auch deswegen lieber mit KLM fliegen.

3 comments
Alessandro
Alessandro

Hi Ingo,

Den Case kenne ich nicht aber wenn ich aus dem Osterurlaub zurück bin, mache ich mich gerne auf die Suche. Die "Stille Taten" von Bionade kenne ich auch und passt natürlich sehr gut zu den RAK.
Ich melde mich also.
Alessandro

ingo
ingo

prima artikel,
ich muss in dem zusammenhang immer an die "Mutter" der Goodwill-Aktionen denken, das SSHHH oder so ähnlich - the secret society for the hail of Hal oder so ähnlich.

Eine Aktion aus dem echten Leben zum Andenken an einen gefallenen Soldaten (?), die sich später auch Bionade zu eigen gemacht hat. Kennt den (original) Case jemand und kann ihn posten?

danke,
ingo

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  1. [...] kommen natürlich nicht aus dem Forum Sie generieren sich aus dem Social Web. Sie werden auf die Facebook Seite aufmerksam. Wie auch immer, jedenfalls wird jedem Liebhaber der [...]

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