Social Media und der Faktor Zeit

by Johannes on 2. Dezember 2010

Jeder, der sich privat oder beruflich ein wenig im Dunstkreis des Social Webs bewegt, weiß, daß der Faktor dabei Zeit eine wichtige Rolle spielt. Denn Content zu erstellen, egal ob für ein Blog oder für Facebook, vielleicht sogar auch für beides sowie weitere Kanäle, bedeutet viel Zeit zu investieren. Und es geht ja über die reine Contenterstellung hinaus, denn davor sollte man sich Gedanken gemacht haben, worüber man eigentlich berichten will oder besser gesagt: Whats the story behind me, myself and I?

facebook biz hat dazu heute eine Infografik von Gigacom verbloggt, die den Zeitaufwand verdeutlicht. Sicherlich hat die Grafik keinen Allgemeingültigkeitsanspruch, denn die Pflege hängt insbesondere auch von den personellen Ressourcen ab, die zur Verfügung stehen.

Interessant finde ich die fünf abgebildeten Stadien des Social Media Engagemnts, die als Orientierungspunkt dienen können. In der Realität überlappen sie sich zumeist und lassen sich schwer voneinander abgrenzen.

  1. Gesprächen zuhören
  2. Bewerben von Inhalten
  3. Teilnehmen an Gesprächen
  4. Veröffentlichen von Inhalten
  5. Aufbau eines Kreises an Fürsprechern, Interessierten, Fans

Berechnet man nun den Pflegeaufwand anhand der Grafik, kommt man in der Spitze auf 16 Stunden in der Woche. In der minimalen Berechnung beträgt der Zeitaufwand 9 Stunden die Woche.

Ich halte diese Zeitangaben wenn überhaupt für einen groben Orientierungswert, aber keinesfalls für angemessen oder für jedes Engagment gleichermaßen gültig.

Wie seht Ihr das? Ich freue mich auf Eure Erfahrungen!

8 comments
Christina
Christina

Danke, dass das Thema Zeitaufwand für social media hier zur Sprache kommt.

Ich denke auch, dass es sehr individuell betrachtet werden muss. Im Rahmen von "integrierter Kommunikation" wird social media "mitgedacht", so dass sich auch der Zeitaufwand reduzieren kann.

Der Zeitaufwand hängt natürlich auch sehr stark ab vom Erfahrungsstand. social media kann zum "Zeitfresser" werden, da sollte man gut aufpassen, sich nicht in den weiten des Netzes zu verlieren und ganz klar Prioritäten definieren.

Martin Meyer-Gossner
Martin Meyer-Gossner

Gute Nahrung zum Nachdenken...
Interessant finde ich Tim's Ansatz. Denn das ist genau der Gedanke und die Idee zu meinem The Strategy Web gewesen. Heute schreibt man kein Buch, sondern ein Blog...
Am Puls der Zeit geschrieben, ein Leben lang - nicht im Bücherregal verstaubt, fern des Bedarfs entlang...!
Übrigens habe ich das Thema vor einiger Zeit auch mal auf dem Plan gehabt... aus der Sicht eines Prosumers.
http://www.thestrategyweb.com/the-new-roi-if-i-only-had-time

Tim Krischak
Tim Krischak

Es ist schwierig den Zeitaufwand abzuschätzen, denn es kommt wirklich immer auf den Inhalt an. Deshalb kann man die Frage, wieviel Zeit man für Social Media aufwenden muss kaum pauschal beantworten.
Das kann man in etwa mit der Frage "Was kostet es ein Buch zu veröffentlichen?" vergleichen.
Während man für ein Buch die Druckkosten noch gut beziffern kann ist dies beim Inhalt schon ein bisschen schwieriger. Es gibt Menschen die schreiben ein Jahr an einem Buch, andere ihr ganzes Leben.

kadekmedien
kadekmedien

Hallo Johannes,

ich denke auch, bei den 16 Wochenstunden handelt es sich eher um einen groben Richtwert am unteren Ende des Möglichen ;)

Schönen Gruß aus Berlin
Klaus

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  1. [...] gibt viele Beispiele zu solchen Aktionen aber durch die Explosion von sozialen Kommunikationskanälen haben Marken jetzt noch viel mehr Möglichkeiten, sich einen Platz im Herz der Generation G (G [...]

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