56.000 Android-Apps unbrauchbar?

by Johannes on 17. März 2011

Wer kennt es nicht. Man hat eine App entdeckt, lädt sie sich aus dem iTunes-Store oder Android-Market herunter und installiert sie sich auf seinem Smartphone. Und just in diesem Moment, in dem man sie starten möchte, funktioniert sie nicht. Oder aber sie öffnet sich und reagiert nur unzureichend auf die Wünsche des Nutzers.

René Hesse von mobiflip bloggte vorgestern, dass rund 37% der etwa 150.000 Apps im Android-Market “Schrott” seien. Das entspricht über einem Drittel oder rund 56.0000 aller Android-Apps. Wie kommt René zu diesen Zahlen der Apps für die “weltweit führende Smartphone-Plattform“? Er hat sich ganz einfach auf der Seite AppBrain die frei verfügbaren Statistiken zum Android Market angeschaut (Bildquelle: appbrain.com). Und diese geben Auskunft über Quantität und Qualität der Android-Apps.

Fakten

  • Aktuell 149.326 Apps im Android Market, Ende Oktober 2010 waren es noch rund 100.000
  • Davon 37% von geringerer Qualität
  • Im letzten Jahr pro Monat rund 6.000 neue Apps (eigene Schätzung, )
  • Kostenlose vs. zu bezahlende Apps: 93.569 zu 56.676
  • Rund 78.500 Apps verfügen über eine Bewertung
  • Im Durchschnitt erhielt eine App von 5 vergebbaren Sternen 3,7
  • Rund 72.000 Apps verfügen über keine Bewertung

Ich habe darüber kurz mit meinem Kollegen Alexander Reinhard gesprochen. Er ist Web Developer in der Digital Unit bei GREY.

Johannes: Alex, was ist denn grundsätzlich wichtig für den Erfolg und die Nutzer-Akzeptanz einer App, egal für welches Betriebssystem?

Alexander: Eine gute App erfüllt in erster Linie einen sinnvollen Zweck (“We don’t need more fart apps”) und schafft einen Mehrwert für den Benutzer. Sie ist schlank, übersichtlich und vom ersten Aufruf intuitiv bedienbar. Zudem sind erfolgreiche Apps in der Regel “hübsch” gestaltet und werden stetig verbessert und geupdated. Idealerweise nutzt die App sinnvoll die Standard-Funktionen des Telefons, wie z.B. das Adressbuch, Kalender etc. und bietet Schnittstellen zu anderen Apps oder Diensten, wie. z.B. Facebook. Erst wenn sich alle Kommunikations-Funktionen und Dienste auf dem Telefon sinnvoll zusammenfinden, entsteht die gewünschte mobile Konvergenz.

Nutzung von Apps

mobilbranche.de meldete gestern auf Basis einer Analyse von localytics: “Je 26 Prozent der heruntergeladenen Apps für Android, iOS, BlackBerry und WP7 werden entweder bloß ein einziges Mal genutzt – oder mehr als zehnmal, so eine Studie von Localytics. Die restlichen 48 Prozent entfallen auf eine Nutzung zwischen zwei- und zehnmal.”

Auch die Sesamstraße hat sich  ihre Gedanken zum Thema Ntzung von Apps gemacht… aber seht selbst:

Update: Zur Frage, was eine gute App ausmacht, hat unlängst auch das usabilityblog einen lesenswerten Blogpost verfasst.

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