Facebook Studio Live – Hack Hamburg

by Johannes on 30. Oktober 2011

Mitte dieser Woche ging es nach Hamburg. Facebook Deutschland hatte zum Studio Live Event an die Waterkant ins Prototyp Automuseum geladen. Worum ging es? Kurz gesagt: Ein exklusives Treffen für Agenturen, um auf den neuesten Stand gebracht zu werden, was Tools wie Timeline, Insights oder sogenannte Best Practice Cases anging. Und dann gab es noch einen Hack…

Der Weg führte uns in die Hafencity – überall Speicher oder Häuser die so aussehen, aber jüngeren Datums sind. Es wird viel gebaut. Büros über Büros, aber wenig bis gar keine Cafes oder mal nen Kiosk.

Deswegen waren wir aber auch nicht in Hamburg. Wir wollten ins Automuseum Prototyp, wo uns Facebook Deutschland empfing. Fast die gesamte Mannschaft um Commercial Director F. Scott Woods war da sowie obendrein noch ein paar Jungs & Mädels aus den USA. Allen voran Joanna Shields (Vice President EMEA Facebook), die alle Anwesende offiziell begrüßte.

Big Picture

Der Tag, um das vorwegzunehmen, war hervorragend organisiert, wenn auch mitunter ein wenig eng getaktet. Es begann Alex Schaubitz (Director of Customer Marketing EMEA Facebook), der das große aktuelle Bild des größten Netzwerkes der Welt zeichnete.

  • über 800 Mio. Nutzer weltweit – Russland ist (noch) ein weisser Fleck
  • 350 Mio. mobile Nutzer
  • 250 Mio. Fotos pro Tag
  • ca. 2 Mrd. geteilter Content pro Tag (pro Monat ca. 30 Mrd.)
  • Im Durchschnitt hat ein Nutzer auf Facebook 130 Freunde
  • Über 70% der Nutzer leben außerhalb der USA

Der Social Insight: Interaktionen stimulieren. Dies, so Alex, geht natürlich über verschiedenste Arten (Wettbewerbe oder auch eine Story of Pride usw.) Zudem sprach er auch über Facebooks Studio, worin sich die Highlights weltweiter Kampagnen finden. Als Beispiel führte er Toyota an, die aufgrund ihrer massiven Probleme 2010 auf dem amerikanischen Markt eine Kampagne (“We Are Many“) starteten, deren Zielgruppe Latinos waren. Resultat: Im Markt für Hispanics ist Toyota die beliebteste Marke in den USA.

Hacker Culture

Angela Zäh (International Growth Manager Facebook) hat uns im Anschluss in die facebookeigene Hacker Kultur eingeführt. Im Grunde lässt sie sich mit drei Statements zusammenfassen, die in keinem Büro von Facebook fehlen…

What Would You Do If You Weren´t Afraid?

Hierfür dient als Beispiel die Herausforderung, vor der Facebook stand, als es galt, das Netzwerk zu internationalisieren.

Move Fast And Break Things

Angela stellte hierbei Mark Zuckerberg in den Mittelpunkt, der sich 2008 aktiv an der Kampagne zur Weiterverbreitung von Facebook (“Warum nicht mal blau machen?“) insbesondere an Universitäten beteiligte.

Done Is Better Than Perfect

Beispielgebend für das dritte Statement ist die Art und Weise, wie Facebook mit Hilfe der Community Übersetzungen erarbeiten lässt. Und diese müssen beim Livegang nicht immer perfekt sein.

Bisher gab es weltweit 24 Veranstaltungen zu Facebook Studio Live, auf welchen Hackathons veranstaltet wurden. Währenddessen ist schon das eine oder andere Feature entwickelt worden, wie beispielsweise jüngst ein Übersetzungstool durch einen Praktikanten.

Während des Events hatte ich die Möglichkeit, Scott, den Deutschland-Chef von Facebook, kurz zu sprechen und habe gleich mal die FlipCam ausgepackt…

(Bitte nicht daran stören, wenn ich ein wenig zerstreut oder gehetzt wirke ;)

Social by Design

Jeff Kanter (Monetization Product Marketing Facebook) strich anhand von Kampagnen wie American Express mit Link, Like, Love heraus, dass die Nutzer der Plattform dabei im Vordergrund stehen . Ähnlich formulierte es Carolyn Everson schon im vorherigen Monat auf der Dmexco 2011 und unterstrich darin: “Das Wichtigste für Marken sei nicht, möglichst viele Fans zu gewinnen, sondern mit diesen Fans zu interagieren.”

Page Insights

Schließlich verriet uns David Baser (Product Manager Facebook) das eine oder andere zu Neuerungen bei den Page Insights. Vor kurzem gab er auch ein aufschlussreiches Interview bei Clickz dazu. Beispielsweise erklärte David, wenn es unten links unter der Fanzahl neuerdings heißt “X unterhalten sich darüber”, dass dies letztendlich ein Zeichen für das Engagement der Menschen um die Marke ist. Facebook, so David, geht es bei der Messung des Word of Mouth (Mundpropaganda) um mehr als um “traditionally chatter stops at measuring volume of buzz”. Denn: “We focus on unique people, we use structured data to identify people talking about a page and we measure outcomes instead of sentiment. We can directly measure the reach and frequency of people talking about your page.”

Im Anschluss haben wir dann alle am Hack teilgenommen. Wie Scott schon sagte, hatten wir alle (in zwei große Gruppen unterteilt, an verschiedenen Tischen in Kleingruppen mit Instruktoren) dann eine Stunde Zeit, realisierbare Ideen zu spinnen und zwar nicht für den Mülleimer, sondern konkret für einen im wahrsten Sinne des Wortes “guten Zweck”, welchen Facebook mit einem gutdotierten Check unterstützte. Mehr kann ich dazu leider nicht schreiben. Aber es war eine neue und richtig angenehme Erfahrung.

Es war ein wirklich interessanter Tag und ich hoffe sehr, dass Facebook Deutschland sich dazu entschließt, auch in Zukunft im Rahmen von Facebook Studio Live Hackathons durchzuführen.

2 comments
F.ScottWoods
F.ScottWoods

Boah, noch näher ran konntest Du wohl nicht mit der Kamera, was?

GREY_Blog
GREY_Blog moderator

@F.ScottWoods Nee, aber Du machst doch nen ganz guten Eindruck ;) Dank Dir jedenfalls!

Trackbacks

  1. [...] Facebook und Google als Roboter im Kampf um die Zukunft des Internets. Das Bild entstammt einem lesenswerten ausführlichen Artikel bei CNN Money. Das Fazit der beiden Autoren lautet: ”For Facebook, the early successes of Google+ mean Zuckerberg can no longer afford to screw up. In the past, Facebook’s frequent product missteps and privacy snafus were by and large forgiven or forgotten. From now on, Google+ will stand at the ready, more than happy to welcome any disgruntled Facebook users — not to mention their friends. In other words, as he soldiers on, Zuckerberg must now keep an eye on Page and his troops.” [...]

Previous post:

Next post: