B2B Social Media: Kanäle, Tipps & Literatur: Teil 2 – Twitter

by Johannes on 13. Februar 2012

Nachdem wir uns letzte Woche zu Beginn unserer Serie “Social Media im B2B Bereich – Kanäle, Tipps & Literatur” Google+ angeschaut haben, folgt heute Twitter. Bei weitem nicht so frisch auf dem Markt wie Google+, hat sich der Dienst weltweit als News- und Infomationstool in Echtzeit mit 100 Mio. aktiven Nutzern etabliert.

(Bildquelle: www.b2bento.com)

Twitter hat weltweit durch diverse Ereignisse (Notlandung im Hudson River, Arabischer Frühling, Super Bowl 2012 etc.) in den letzten 5 Jahren bei den Nutzern an Akzeptanz gewonnen. Schnelle, kurze – 140 Zeichen stehen zur Verfügung – und in Echtzeit verlaufende Updates (Tweets) werden inzwischen überall versendet.

Warum eigentlich B2B Social Media?

Wie schon im ersten Teil angesprochen, befindet sich Eure Zielgruppe ja auch im Internet. Es handelt sich hierbei um Entscheidungsträger. Und damit kommen wir schon zum entscheidenden Punkt: Während Ihr im B2C-Bereich direkt den Endverbraucher mit Eurem Social Media Marketing erreichen wollt, zielt Ihr jetzt auf Unternehmen. Das bedeutet letztlich:  Eure Zielgruppe im B2B Social Media Marketing ist um Einiges übersichtlicher als im B2C-Sektor.

Eines sollte noch Erwähnung finden, nämlich, das Social Media nicht isoliert innerhalb der Kommunikation einer Organisation betrachtet werden sollte. Im Gegenteil: Es sollte (zunehmend) integraler Bestandteil des gesamten Kommunikationsmixes sein. In diese Richtung geht auch Nicole Simon (renommierte Expertin für Social Media Marketing) im obigen Videointerview.

Twitter für B2B Social Media – geht das?

Die Antwort lautet: Klar geht das! Es gibt Beispiele, die dies recht deutlich zeigen – und keine Angst, ich packe jetzt nicht die typischen Best Practice Beispiele aus Amerika auf den Tisch ;) -, als da wären die Krones AGT-Systems Deutschland, Avaya und Voestalpine. Woran bemisst sich ihr Erfolg, wollt Ihr sicherlich wissen?

Twitter für B2B Social Media – Beispiele

Schaut Euch hierzu mal die Integration des B2B Social Media Engagements in die gesamte Online-kommunikation der vier Marken ein. Und? Die ist schon ganz schön ordentlich umgesetzt. Voestalpine etwa hat gleich ein Video prominent auf der Startseite und verlinkt weiter unten in der Rubrik “Presse” auf die Social Media Kanäle sowie den Social Media Newsroom. T-Systems hat den Twitter Button “Follow Us” inklusive aktueller Tweets prominent in die obere Hälfte der Webseite eingebaut, auf welcher gleich deutlich wird, um was es geht: Internet-Sicherheit. Zielgruppe: Unternehmen.

Avaya wiederum betont die Community inklusive Blog, Facebook, Twitter, YouTube und Slideshare-Kanal. All dies erfährt man nicht via Startseite sondern über den Reiter “Über Avaya” und den dortigen gleichnamigen Link . Auf dieser Seite erhält der User alle News rund um das B2B Social Media Engagements des weltweiten Anbieters für Kommunikationssysteme für Unternehmen. Die Krones AG, Marktführer für Systeme für Abfüll- und Verpackungstechnik, verweist auf der Webseite auf das Krones Magazin, in welchem etwa Bewegtbild via YouTube eine zentrale Rolle spielt, worüber der Social Media Manager des Unternehmens, Charles Schmidt, in einem Interview mit dem PR Blogger letztes Jahr berichtet hat.

Nicht die Zahl der Follower entscheidet, sondern ihre Qualität

In Bezug auf Twitter kann man an den vier Beispielen sehen, dass etwa die Followerzahlen im Vergleich zu anderen Unternehmensaccounts zunächst gering erscheinen. Aber: Es geht bei Social Media, egal ob B2B, B2C oder sonst wi nicht um die Zahl der Fans und Follower, sondern vielmehr um die Qualität der Follower und vor allem den Interaktionen mit ihnen. Was bringen mir als B2B Unternehmen 10.000 neue Fans über ein Gewinnspiel, wenn ich damit meine Zielgruppe nicht erreiche?

Ergo sollte man sich als B2B Unternehmen seine Zielgruppe auf Twitter genauestens anschauen und identifizieren, eben wie es für alle anderen Kommunikationswege auch gilt. Was twittert die Zielgruppe und welche Chancen gibt es, diesen Unternehmen im Rahmen eigener Tweets Mehrwert zu bieten und zugleich auf eine professionelle Art und Weise mitzuteilen, das die eigenen Produkte diesen Mehrwert beinhalten?

Schneller unbürokratischer Kontakt und zeitgemäße Kommunikation

Der große Vorteil an Twitter liegt meines Erachtens darin, schnell und unbürokratisch mit anderen Menschen und somit auch mit deren Unternehmen in Kontakt zu treten. Das heißt auch, dass diejenigen, die für den Account eines Unternehmens verantwortlich sind, einen Handlungsspielraum besitzen müssen, der beinhalten sollte, einen solchen ersten Kontakt mit einem möglichen B2B Kunden an die dafür relevanten Kollegen im Haus weiterzuleiten.

Schließlich sollte man sich selbst und auch der Öffentlichkeit gegenüber fair sein und nach einem selbstgewählten Zeitraum das eigene Engagement zu hinterfragen. Was bringt es? Welche Reichweite erzielen wir? Welche Interaktionen finden statt? Aber: Ihr seid die Experten und die Vorreiter für Euer Unternehmen. Nutzt diese Chance, dazu beizutragen, die Wertschöpfung Eures Unternehmens zu steigern und es auf Twitter zu positionieren.

Literatur

VirtualSocialMedia – Why Twitter Is a Good Marketing Strategy

Velocity – Using Twitter in B2B Marketing

Twitter 2011 – Year in Review

Media-Treff – B2B-Unternehmen bevorzugen immer mehr die Präsenz in sozialen Netzwerken

Socila Media B2B – 10 Tweetable Twitter Tips for B2B Marketers

Business 2 Community – How B2B Brands Approach Twitter

Die Firma – B2B Online Monitor 2011

TheStrategyWeb – B2B vs. B2C: Wofür sich Social Media eignet?

Viel Erfolg beim Twittern und wenn Ihr Anregungen benötigt bzw. Fragen habt, schaut mal bei uns auf Twitter vorbei oder kommentiert kurz unter dem Artikel.

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  1. [...] Einladung auf Pinterest anmelden und einloggen kann, wenn bereits ein Profil bei Facebook oder Twitter besteht. Eigentlich kein Problem in einer Welt mit rund 1 Milliarden Facebooknutzern, dennoch [...]

  2. [...] mal ein Zeichen dafür, dass noch längst nicht alle Unternehmensvertreter um den Mehrwert von Twitter für das eigene Geschäft wissen. Klar, müssen sie auch nicht, zumal, wenn sich Ihre Kunden dort [...]

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