Mobile Social Web hebt ab!

by Johannes on 27. Oktober 2010

Viele Blogposts, Tweets oder Facebook-Einträge befassen sich zurzeit mit der großen Frage, wie sich das mobile Internet künftig entwickeln wird. Welche Rolle spielen dabei standortsgebundene Services (Location based Services), wie entwickeln sich die Zahlen der iPhone bzw. Smartphone Nutzer und welchen Einfluss dies auf die Social Networks und ihre Nutzung besitzt.

Gestern hat Florian Treiß, seines Zeichens stellvtr. Chefredakteur bei turi2, seinen Vortrag “Trends im Mobile Web”, welchen er an der Ostfalia Hochschule in Salzgitter hielt, auf seinem Blog veröffentlicht.

Wichtige Aspekte darin:

  • “5 große Trends: UMTS, Social Networks, Video, VoIP und beeindruckende Endgeräte (Morgan Stanley)
  • People that use Facebook on their mobile devices are twice as active on Facebook than non-mobile users. (Facebook)
  • Je nach Umfrage haben aktuell zwischen 20 bis 40 Prozent der Handynutzer in Deutschland ein Smartphone (Diskrepanz entsteht, weil nicht jeder weiß, daß sein Handy ein Smartphone ist)
  • (Apps) Die Mini-Programme gelten momentan als Wachstumstreiber Nr. 1 für das mobile Internet (Ca. 300.000 Apps für Apple-Geräte, ca. 100.000 Apps für Android-Geräte)
  • (standortbezogene Dienste, LBS) Mobile Couponing entweder als Bestandteil von Check-in-Diensten oder als eigenständiges; Payback hat seit dem Sommer eigene Coupon-App; Weitere große Player in Deutschland: Coupies, KauDa
Auch Holger Schmidt hat neben einem interessanten Artikel zur Tarifausgestaltung beim iPhone auf seinem Netzökonom-Blog (inkl. Tabelle zur Entwicklung der Weltmarktanteile bei Betriebssytemen für Smartphones) eine interessante Präsentation auf slideshare.net veröffentlicht, in welcher er sich mit dem Einfluss von Social Media auf den Journalismus und die PR befasst.

Wichtige Aspekte darin:

  • 75 Percent of all internet users are active in Social Media (Nielsen)
  • Web resources for information about brands and products in the “Generation Network”: Communication with friends in social networks for 22% essential and for 35% useful
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Was meint Ihr? Was sind die Treiber des Wachstums im mobilen Internets? Ist Foursquare nach Facebook Places noch zukunftsträchtig? Welche Möglichkeiten seht Ihr für Unternehmen, das prognostizierte Wachstum für die eigene Markenführung zu nutzen?
10 comments
Jan Manz
Jan Manz

Stimme Martin zu - guter Beitrag, Johannes! Vor allem gutes und spannendes Zahlenmaterial.

Ich persönlich denke, dass der Erfolg des mobilen (Social) Web abseits der Big Guys vornehmlich über Applikationen sowie v.a. durch den jeweiligen Nutzwert selbiger entschieden wird; und natürlich auch darüber, ob die Roaming-Thematik gelöst werden kann.

Wobei ich bewusst (Social) in Klammern schreibe, denn gute Apps müssen nicht zwangsläufig 'Social' sein. Ein Beispiel sind für mich die jüngsten Versuche einiger Unternehmen, Couponing und location based services zu mixen, wie bspw. dies http://www.gutscheinbuch.de (disc.: Kunde wbpr), hattp://www.kaufda.de etc. tun; die Groupoining-Anbieter werden da auch nicht lange zurück stehen.

Über derartige Entwicklungen erschließen sich dann auch neue Geschäftsfelder. Und es entsteht neue Bewegung - im (Social) Web.

Roland C. Müller
Roland C. Müller

Besten Dank für den Beitrag. In dem Zusammenhang finde ich auch die neueste Studie von eMarketer ganz interessant; mit der alten Gretchenfrage "App oder Browser". Zwar möchte der User wohl beim klassischen "Shoppen" (bzw. beim Produktscreening) lieber auf browserbasierte Lösungen zurückgreifen. Wenn es aber um Spiele bzw. um die Kommunikation im Social Web geht, greift man doch zur App. Ich selbst bin da auch noch total unschlüssig, was die beste Variante ist? Ich denke aber, es wird noch eine Weile dauern, bis klar wird, welche Technik für welchen Zweck wirklich geeignet ist ...
http://muellero.posterous.com/mobile-users-prefer-browsers-over-apps

Martin Meyer-Gossner
Martin Meyer-Gossner

Eine interessante Perspektive und gutes Zahlenmaterial... Ja, es sieht so aus, als wenn das mobile (Social) Web nun nach Jahren in die Puschen kommt. Ein Verdienst, den sich in meinen Augen vor allem die Hardware-Hersteller anheften dürfen - allen voran Apple. Und die App hilft dem User nicht in die Unendlichkeit des Web abzudriften und den Marken sich besser zum mitbewerb abzugrenzen. Man sollte aber auch die Gegenseite in Zeiten zunehmender Globalisierung sehen. Greift man im Ausland auf das Social Web zu, ist man schnell arm. Was dann wieder zu einer unsanften Zwischenlandung führen kann...
http://www.thestrategyweb.com/das-ende-der-mobilen-internet-flatrate-und-die-endlose-maer-vom-durchbruch-des-mobilen-internets

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  5. [...] der Daten von Mobclix (Unternehmen zur  Analyse der Mobile Internet Industrie, Mobile Advertising, Mobile Trends etc.) hat businessinsider ein Chart veröffentlicht, welches ganz klare Unterschiede zwischen [...]

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